Anschrift: Im Brückfeld
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Veröffentlichungen
75 Jahre Bensberger
Karnevalszug, Rheinisch-Bergischer Kalender, Jhrg.
1979,
(1979)
75 Jahre Karneval in Bensberg, Chronik über die Entstehung
des Karnevals in Bensberg
(1979)
KG Junge Bensberger,
Programmhefte
(1970 und 1971)
Grosse Bensberger KG, Programmhefte
(1972 bis 2002)
"Lust auf Bensberg?"
- Internet-Portal für Bensberg und Umgebung
www.lust-auf-bensberg.de
(seit 2003)
"Bensberger Märchenzug 1957"
- DVD über den letzten Märchenzug in Bensberg
(2007)
"Hospiz im VPH Bensberg"
- Faltblatt über die Hospizarbeit im Vinzenz Pallotti Hospital
in Bensberg (2007)
"Benefizkonzert Bensberg"
- Programmbroschüre zur Benefizaktion "Hits fürs Hospiz" (2007)
Biografie:
Paul Falk wird am 25. Februar 1948 in seinem
Elternhaus Schloßstraße 4 - im Herzen von
Bensberg - geboren, wo er auch aufwächst.
Schon mit rund 10 Jahren zeigt er Interesse am
Karneval seiner Heimat. Am Tag vor
Weiberfastnacht 1958 improvisiert er in der 4.
Klasse der Katholischen Volksschule an der
Eichelstrasse eine kleine Schulsitzung.
Auch zum Straßenkarneval fühlt er sich frühzeitig
hingezogen. Zusammen mit seinem Schulfreund
Norbert Söntgerath zieht er mit einem kleinen
Handkarren, der sich mit Pappe, Farbe und ein
paar Luftschlangen in ein prächtiges "Festwägelchen"
verwandelt, den traditionellen Bensberger Zugweg
entlang. Es ist nicht überliefert, welche
Beachtung dieser "Umzug" gefunden hat;
die beiden Akteure jedenfalls hatten ihren Spaß
an d'r Freud.
In den folgenden beiden Jahren hat Paul Falk dann
erste Kontakte zum "professionellen"
Karneval: In der rot-weissen Funkenuniform der früheren
Bensberger Stadtsoldaten fährt er 1959 und 1960
auf dem Festwagen der KG Grün-Gold im Bensberger
Karnevalszug mit.
Danach kommt der Bensberger Karneval völlig zum
Erliegen. Paul Falk befaßt sich mit Wichtigerem
und beginnt mit 14 Jahren seine Berufsausbildung
zum Industriekaufmann, die er 1966 erfolgreich
abschließt.
Karneval 1967 und 1968 regt sich dennoch etwas im
tot gesagten Bensberger Karneval. Junge Leute (sog.
"Stammtisch Gehring") fahren mit
improvisierten Karnevalswagen durch Bensberger
Straßen und stellen provozierend die Frage
"Drage mer dä Bensberger Karneval zu Grabe?
Von dieser Gruppe inspiriert trommelt Paul Falk
Ende des Jahres 1968 einige Freunde (darunter
auch wieder Norbert Söntgerath) zusammen um mit
ihnen einen Karnevalszug zu organisieren. Nachdem
der Vorschlag auch bei anderen Gruppen begeistert
aufgenommen wird, rollt am Karnevalssamstag 1969
nach mehreren Jahren Unterbrechung endlich wieder
ein Karnevalszug durch Bensberg.
Mit dieser Initialzündung beginnt der
eigentliche karnevalistische Werdegang von Paul
Falk. Es dauert nicht lange, bis kurz nach
Karneval in seinem Elternhaus an der Schloßstraße
die Karnevalsgesellschaft "Junge Bensberger"
geboren wird, die einige Jahre danach als "Grosse
Bensberger" erwachsen werden sollte.
Dreißig Jahre, von 1969 bis 1999 ist er ohne
Unterbrechung Mitglied des Vorstandes der Jungen
bzw. Grossen Bensberger Karnevalsgesellschaft,
von 1969 bis 1972 als Geschäftsführer, danach
und bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand,
als Präsident.
In den dreißig Jahren seines Wirkens gehen
zahlreiche Initiativen von ihm aus. Als Keimzelle
für die Wiederbelebung des Bensberger Karnevals
trägt er 1971 mit zur Gründung der
Interessengemeinschaft Bensberger Karneval (heute
Festkomitee) als Dachorganisation des neuen
Bensberger Karnevals bei.
Auch die beliebten Bensberger Straßensitzungen
an Weiberfastnacht (früher auch zum "Elften
im Elften") gehen auf seinen
Unternehmungsgeist zurück.
An seinem 24. Geburtstag, am 25. Februar 1972
heiratet er "e echt kölsch' Mädche",
Margot Radermacher, die ebenfalls an diesem Tag
Geburtstag feiert.
Obwohl nun nach Porz verzogen bleibt er dem
Bensberger Karneval treu und gründet noch im
gleichen Jahr das "Damentanzcorps Rot-Weiss
Bensberg" (seit 1977
Tanzgruppe der Grossen
Bensberger KG).
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1972:
Wahl zum ersten Präsidenten der Grossen
Bensberger Karnevalsgesellschaft.
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Im Verlauf seiner ersten Sitzung am 17.
Februar 1973 erhält Paul Falk von Willi
Engels die aus dem Jahre 1927 stammende
Präsidentenkette der ehemaligen KG
Narrenzunft verliehen (Informationen zur
Kette).
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Erste Sitzungsleitung als Präsident am
17. Februar 1973 im Ratssaal Bensberg |
Danach
nimmt alles seinen Gang:
Seine erste Großveranstaltung (mit mehr als 1500
Besuchern) ist die Prunksitzung 1974 im neuen
Schulzentrum "Saaler Mühle". Im
gleichen Jahr schließt er ein Studium der
Betriebswirtschaftslehre ab. Im Juni 1976 kehrt
er heim ins Bergische und bezieht ein Haus im Grünen
in Overath-Steinenbrück.
1977 wählt man ihn - zusätzlich zu seinem Präsidentenamt
bei der Grossen Bensberger KG - an die Spitze der
Interessengemeinschaft Bensberger Karneval (bis
1988).
Nach zeitaufwendigen Recherchen verfasst er anlässlich
des Jubiläums des Bensberger Karnevalszuges 1979
das Buch "75 Jahre Karneval in Bensberg",
eine Chronik über die Jahre 1904 - 1979 (bebildert
von Willi Fritzen). Gleichzeitig erscheint eine
Zusammenfassung dieser Chronik im Rheinisch
Bergischen Kalender (Jahrgang 1979).
Ein weiteres Großprojekt startet Paul Falk 1981
mit dem Vorschlag, die bis dato als (Ersatz-)
Theater genutzte Aula im Albertus-Magnus-Gymnasium
in einen Festsaal mit multifunktionaler Nutzung
umzubauen. Gegen Widerstände der Schule, der
Theaterfreunde und der Stadtverwaltung
mobilisiert er die Bensberger Ortsvereine. Mit
deren Unterstützung (einzige Ausnahme: KG
Bensberger Garde) und nach dreijährigem Kampf
wird der Antrag schließlich vom Stadtrat
angenommen und der Umbau mit einem Kostenvolumen
von 1,4 Mio. Mark in Angriff genommen. So hat
Bensberg im November 1985 mit der AMG-Aula
erstmals einen zentral gelegenen
Veranstaltungssaal mit mehr als 700 Plätzen.
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Am 9. November 1985 wird umgebaute AMG-Aula
mit einem Festakt wieder eröffnet. |
Ein lange gehegter Wunsch erfüllt sich für den
Präsidenten der Grossen Bensberger KG 1984 mit
der ersten "Madämchen-Sitzung" *. Die
neue Veranstaltung entwickelt sich schnell zur
Topveranstaltung der Grossen Bensberger KG.
*) Anm.: Der Titel
"Madämchen-Sitzung" wurde 1983 von
Toni Steingass kreiert und ist bundesweit als
Marke geschützt.
Weitere Meilensteine:
1986: Vorschlag zur Gründung des "Förderkreises
Bensberger Kinderdreigestirn", eine
Einrichtung, die seit dem - dank der
Mitgliedsbeiträge zahlreicher Förderer und der
Hauptsponsoren Grosse Bensberger KG und
Kreissparkasse Köln - Jahr für Jahr alle
Ausgaben für das Kinderdreigstirn (Kostüme,
Orden, Wurfmaterial im Karnevalszug) bestreitet.
Für die Straßensitzungen in der Bensberger
Schloßstraße entwickelt er im gleichen Jahr den
Plan zur Überdachung der
so genannten "Naturbühne", der 1987 von
der Stadt Bergisch Gladbach realisiert wird. Auf
dieser Bühne nimmt er Weiberfastnacht 1988
Abschied vom Präsidentenamt der IG Bensberger
Karneval. Die IG Bensberger Karneval
ernennt ihn kurze Zeit danach zum 1. Ehrenpräsidenten des
Bensberger Karnevals und ehrt ihn mit der erstmaligen Verleihung
des "Großen Verdienstordens" .
Leerstehende Turmzimmer im historischen
Engelbertturm des Bensberger Rathauses lassen
1989 bei Paul Falk die Idee zur Einrichtung eines
"Archivs für
Brauchtumspflege" aufkommen. Nach langem Hin-
und Her und mit Hilfe eines von ihm erwirkten
Zuschusses von 15.000 DM durch das Land Nordrhein-Westfalen
kann das Archiv 1990 eröffnet werden.
Engelbertturm
(vorne Mitte) mit Brauchtumsarchiv |
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Sein Wirken für das heimatliche Brauchtum findet
1991 Anerkennung durch die Verleihung der
Sonderstufe zum Verdienstorden des
Regionalverbandes der Karnevalsgesellschaften im
Rheinisch Bergischen Kreis. Zwei Jahre später
erhält er für sein Lebenswerk die höchste
Auszeichnung durch den Bund Deutscher Karneval.
Mit dem neuen Lokalsender "Radio Berg"
trifft Paul Falk Anfang 1996 eine Vereinbarung über
eine langfristige Zusammenarbeit. Seit dem ist
die Bensberger Kostümsitzung "Fastelovend
zosamme" * Jahr für
Jahr am Karnevalssamstag im gesamten Kreisgebiet
und weit darüber hinaus im Rundfunk zu hören.
*) Anm.: Der Titel "Fastelovend
zosamme" ist bundesweit als Marke geschützt.
Im November 1997 feiert Paul Falk im Rahmen einer
von der Grossen Bensberger KG großartig
initiierten Festveranstaltung im Bensberger
Ratsaal sein 25jähriges Präsidentenjubiläum.
Der Rheinisch Bergischen Kreis ehrt 1998 das
"Urgestein des Bergischen Fastelovends für
seine vielfältigen Verdienste um die
Brauchtumspflege" (Landrat Dr. Rolf
Hahn) mit einer goldenen Ehrennadel.
1999 nimmt Paul Falk Abschied "vom aktiven
Dienst" und stellt sich nach 30 Jahren
ununterbrochener Vorstandsarbeit nicht mehr für
die Wiederwahl zur Verfügung.

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Der
Lotse geht von Bord
(aus "Die Bütt",
Mitteilungsblatt der Grossen Bensberger
KG zum Abschied von Paul Falk aus dem
Vorstand)
Anmerkung:
Der Lotse geht von Bord sagte man 1890,
als Reichskanzler Otto von Bismarck sich
aus der Führungsriege der deutschen
Politik verabschiedete. Karikatur aus dem
englischen Blatt Punch.
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Am 7. Februar 2001
leitet er zum letzten Mal für seine "Rot-Weissen"
die Kostümsitzung "Fastelovend zosamme"
und gibt zur Pause die Sitzungsleitung an Gerd
Breidenbach weiter.
Im Programnmheft der Session 2001/2002 schreibt der
Verein kurze Zeit danach: "Schon mehrfach wurde in
diesem Sessionsheft darauf hingewiesen, daß die
Grosse Bensberger das 33. Jahr ihres Bestehens
feiern durfte. Dies ist zu großen Teilen einem
Mann zu verdanken, dem an dieser Stelle ein
besonderes Wort gebührt. Paul Falk war die
ganzen Jahre Initiator, Mitbegründer, treibende
Kraft und Ideenbringer für die Gesellschaft,
kurz, er wurde zum Synonym für die GROSSE
BENSBERGER".
Weiteres:
1977:
Mitbegründer der "Aktion Bensberg e. V.", die sich für
die Erhaltung des traditionsreichen Stadtnamens Bensberg bei der
Namensgebung für die 1976 vereinigte neue Stadt Bergisch
Gladbach einsetzt. An der Seite von Paul Kürten, Dr. Rainer
Daubenbüchel und Erna Klug organisiert Paul Falk eine
Unterschriftensammlung, mit der sich mehr als 10.000 Bürger für
eine Änderung des Stadtnamens in Bensberg-Gladbach einsetzen
(das Begehren wurde Ende 1977 vom Stadtrat abgelehnt).
Dezember 2001:
Paul Falk wird vom Vormundschaftsgericht Bergisch
Gladbach zum ehrenamtlichen Betreuer für Personen ernannt, die
wegen einer Krankheit oder Behinderung ihre finanziellen und
vermögensrechtlichen Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht
mehr selbst besorgen können.
Juli 2003:
Gründung des lokalen Internetportals "Lust auf
Bensberg"
August 2007:
Falk initiiert die Aktion "Hits fürs Hospiz" und
sammelt für den Ausbau des Hospizes im Bensberger Vinzenz
Pallotti Hospital mehr als 150.000 Euro. Im Rahmen dieser Aktion
organisiert er zusammen mit zahlreichen Helfern und prominenten
Künstlern im August 2007 ein großes Benefizkonzert mit mehr als
2.500 Besuchern. (Info).
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Januar 2008:
Die Stadt Bergisch Gladbach ehrt Paul Falk für sein
Lebenswerk mit der Verleihung der
goldenen Ehrennadel.
Frühjahr 2009:
Durch die Initiative Falk's ist die finanzielle Voraussetzung
für die Erweiterung der Hospizstation im Bensberger Vinzenz
Pallotti Hospital geschaffen. Baubeginn ist im Oktober 2009.
(Quellen: Chronik "75 Jahre
Karneval in Bensberg", 1979; Programmhefte
der Grossen Bensberger KG, Jhrg. 1993 bis 2002;
Kölner Stadt-Anzeiger,; Bergische Landeszeitung; Stadt Bergisch
Gladbach; Vinzenz Pallotti Hospital Bensberg; Eigene Erlebnisse und Recherchen des Autors)
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